Die Reise begann mit einer unfreiwilligen, aber intensiven Vorbereitung auf den Flug.
3 Stunden vor Abflug der El Al Maschine mussten wir uns am Flughafen in Schönefeld einfinden. Es herrschte Alarmstimmung. Schwer bewaffnete Grenzschützer bewachten den Check-in Schalter.
Herzklopfen vor dem Abflug ins Gelobte Land verursacht der Check-in. Obwohl wir für unseren Abflugtag am 14. Dezember einen ruhigen Eindruck von den israelisch-palästinensischen Beziehungen aus dem Internet gewonnen hatten, waren die Sicherheitskontrollen bemerkenswert. Kritisch wurden wir von allen Seiten beobachtet. Das Einchecken begann mit einem Interview. An einem der aufgestellten Tische empfing uns eine junge israelische Beamtin, die uns ernst musterte und sofort mit einer Befragung begann: „Warum wollen Sie nach Israel reisen. „ Weil es ein schönes Land ist“ sagten wir. Die Antwort war wohl richtig, denn ein zustimmendes Lächeln glitt über ihr Gesicht. „Haben Sie den Koffer zu Hause gepackt? Haben Sie den Koffer selbst gepackt? Befand er sich in den vergangenen Stunden stets unter Ihrer Aufsicht? In welchem Verhältnis stehen Sie zu mitreisenden Personen?“.
Als das Flugzeug endlich in die Abflugposition rollte, begleitete uns ein Panzerwagen der Bundeswehr. Nach unserer Ankunft in Tel Aviv stellten wir fest, dass auch die Koffer gründlich untersucht wurden. Was zu Hause oben lag, war jetzt unten.
Dafür hatten wir aber einen schönen Flug. Als wir die Küste Israels erreichten, erlebten wir ein tolles Wolkenspiel. Der Westwind trieb die Wolken über das Mittelmeer und schob sie vor der Küste zu riesigen Wolkentürmen zusammen und die Sonne machte alles zu einem unvergesslichen Schauspiel.
In den folgenden Tagen war die Sorge unseres israelischen Reiseleiters, nicht zu übersehen, ob wir alle geplanten Orte, besonders die in den palästinensischen Gebieten, wie Bethlehem oder die Golan Höhen, besuchen können. Die Israelis waren unsicher, was würde geschehen, wenn die Waffenruhe zwischen Israel und der islamitische Hamas nach einem halben Jahr, am Freitag dem 19. Dezember, ausläuft. Von den gegenwärtigen Ereignissen im Gaza Streifen war für uns noch nichts zu spüren, obwohl wir im Vorfeld der Reise von den Raketenangriffen auf den Süden von Israel durch die Hamas gehört hatten.
Heute können wir sagen, dass unsere Reise völlig entspannt verlief, voll gepackt mit wunderbaren Erlebnissen und Begegnungen. Wir hatten Begegnungen mit israelischen und auch palästinensischen Menschen. Alle waren freundlich zu uns. Kein schlechtes Wort war zu hören. Wir haben uns sicher und sehr wohl gefühlt. Hinzu kam alle Tage sonniges und warmes Wetter und ein hoch motivierter und bestens informierter Reiseleiter.
Vom Flughafen Ben-Gurion in der Nähe von Tel Aviv brachte uns ein Kleinbus zu unserem ersten Ziel Jerusalem. Die folgenden Stationen waren Bethlehem – die Festung Masada am Toten Meer – Tiberias und Galiläa – die Golanhöhen, Safed und Nazereth, - entlang am See Genezareth – Akko mit der alten Kreuzfahrerfestung am Mittelmeer, Haifa, Caesarea, Jafa und zurück nach Tel Aviv.
(In der Karte rot markiert)
Nun zu unseren Reisezielen: (In der Karte rot eingezeichnet)
Jerusalem – die Hauptstadt des Staates Israel, eine der ältesten bekannten Städte der Welt. Alle Angaben zur Frühzeit Jerusalems, über 1000 Jahre vor Beginn der Zeitrechnung, beruhen auf biblischer Überlieferung. Immer wurde Jerusalem von Juden, Christen und Muslimen als Heilige Stadt angesehen. Für alle drei Religionen war Jerusalem Wirkungsstätte verschiedener Propheten und Heiliger. Den Juden wurde dieses Land von ihrem Gott persönlich versprochen. Für die Christen hat Jesus hier gelebt und ist von Jerusalem in den Himmel gefahren und die Muslime sind überzeugt, dass ihr Prophet Mohammed von hieraus auf seinem Pferd zu Allah geritten ist.
Hier die Übersicht zu behalten und an einen dauerhaften Frieden zu glauben - ein echtes Problem.
Am Abend ein Spaziergang zur um 19.00 Uhr gilt die Gleichung
Altstadt – einer Stadt in der Stadt Null Touristen = Null Händler.
Zwei Stunden früher –
überschäumendes Leben.
Schaut man den Händlern in die Augen, so könnte man meinen, die Altstadt ist fest in arabischer Hand. Stimmengewirr - Touristen aus allen Ländern - russische Laute häufig und überall zu hören.
Die Altstadt am Tage. Blick vom Ölberg auf den Tempelberg mit dem Felsendom. Eines der Heiligtümer des Islams. Vor der Stadtmauer der jüdische Friedhof. Für jeden frommen Juden ein begehrte Platz, um am Tage des Messias, wenn er auf dem Tempelberg das Volk der Juden erlösen wird, diesem Ort möglichst nahe zu sein.
In der Altstadt an der Klagemauer emsiges Treiben
Ein Teil der Altstadt - das Jüdische Viertel.
Die jungen verweilen - die älteren eilen. Warum - dazu unser Reiseleiter: Sie sind immer hoch konzentriert. Immer nur auf Gott vertrauen und nicht nach den Mädels schauen.
Die alten sind ruhiger. Den Blick gesenkt - das reicht. Hinter der nächsten Ecke links.
Die anderen drei Viertel bewohnen jeweils Christen, Muslime und Armenier.
Im Viertel, in dem Christen leben, besuchten wir die Via Dolorosa, und die Grabeskirche. Der Reiseleiter weiß viel zu berichten
An den einzelnen Stationen, bloß nichts verpassen.
Der Ort der Kreuzigung - die Grabeskirche ist erreicht. Der Eingang zur Grabeskirche
In der Kirche – biblische Geschichte - Das Heilige Grab
Auf dem Dach der Grabeskirche leben äthiopische Mönche wie in ihrer afrikanischen Heimat, wie genau - keine Ahnung. freundlich bewacht
Die Realität hat uns wieder
Besuch der zentralen Gedenkstätte Yag Vashem, dem Ort des Gedenkens an die Judenvernichtung durch die Nationalsozialisten. Fotografieren nicht erwünscht.
Danach der Besuch in
Bethlehem - Besuch in Palästina. Zwischen Stacheldraht und Mauern. Wie auf einem Pulverfass. Auf der einen Seite schwer bewachte Grenzen, auf der anderen Seite Armut und Hoffnungslosigkeit. Unser jüdischer Reiseleiter und der Busfahrer bleiben zurück. Palästinenser bringen uns nach Bethlehem.
Mit unserem neuen Reiseführer aus Palästina an der Geburtskirche.
In der Geburtskirche. Hier soll die Krippe gestanden haben
Als nächstes - eine Fahrt in den Süden, vorbei an trockenen Steinen und Felsen.
Die Wüste – Seit drei Jahren hat es hier nicht geregnet. Dennoch sehen wir vom Bus aus Hütten, in denen Beduinen leben. Wie – das weiß nur Allah.
Ein Bad im Toten Meer zwischen Wüstensand und den jordanischen Bergen, auf der anderen Seite des Sees. Für Nichtschwimmer erlaubt. Unsinkbar bei 30% Salzgehalt.
Reise in den Norden Israels
Galiläa Hier ist es grün. Es wachsen Feigen, Datteln, Oliven, Bananen, Weintrauben, Granatäpfel, Mandarinen – von allen wollten wir probieren.
Blumengrüße zum 19. Dezember 2008
Israel das Land der Kirchen, Synagogen und Moscheen.
Wohnen in einem Kibbuzgästehaus. Eine tolle Hotelanlage. Gespräche mit den Begründern und Bewohnern eines Kibbuz. Interessant - mit einer LPG oder Kolchose wollen sie nicht verglichen werden.
Schwalben - Sommergrüße aus der Heimat
Mittelmeer – Fahrt in den Nordwesten nach Akko und von dort zurück nach Tel Aviv, entlang der Mittelmeer Küste. Sieben erlebnisreiche Tage, unvergesslich und eindrucksvoll.
Was wird die Zukunft dieser schönen Region bringen ?