Die Sonne ist der einzige Stern, auf deren Oberfläche wir Einzelheiten erkennen und beobachten können. Heinz hat sich dem besonders verschrieben.
Im August 2008 bauten wir seine Technik im Garten auf und betrachteten die Sonnenatmosphäre. Die Technik ist ein H-alpha-Teleskop mit eingebautem Filtersystem. Zur Zeit ist die Sonnenoberfläche nicht sehr aktiv. Dennoch sind einzelne Protoberanzen im Bildausschnitt rechts zu erkennen.
Ein schöner sonniger Tag am 5.08.2009 :
Eine interessante Aufnahme gelang Heinz von der Sonne am 6.9.2007 früh um 7.35 Uhr. Mit seinem ETX und der Philips Video Camera erfasste er einen Ausschnitt der Sonne. Die Bildhelligkeit war bewusst gering gehalten, so dass die Sonne nicht alle Details überstrahlt. Dadurch wurde die Chromosphäre der Sonne mit einer Spiculae sichtbar. Spontan haben wir ihr den Namen HD-Spicule gegeben.
Nach Meinung von Experten sind das flammenähnliche Lichtzungen in der Cromosphäre der Sonne. Ausdruck der gewaltigen energetischen und magnetischen Kräfte. Sie sollen ungleichmäßig in der höheren Chromosphäre entstehen und sich mit hoher Geschwondigkeit bewegen.
Eine riesige Sensation war es für uns, als wir unsere Aufnahme mit der zu gleichen Zeit vom "Solar and Heliospherie Observatory" aus dem Weltraum aufgenommenen Sonnenscheibe vergleichen konnten.
Real time images vom 6.9.2007
Wir als Amateure mit unserer vergleichsweisen bescheidenen Technik sahen die gleiche Eruption, wie auch das "Extrem ultraviolet Images Teleskop" aus dem Welraum.
Unteres Bildsegment vergrößert !
Dr. SOHO: "The Sun is shining for everybody!"
Heinz beobachtete auch in diesem Sommer 2010 mit seinen H-alpha-Teleskop Protuberanzen. Das sind riesige Gasausbrüche aus der Chromosphäre der Sonne. Hier ein Beispiel im Größenvergleich mit der Erde.
Unvorstellbare Kräfte werden freigesetzt und erwärmen unsere Erde.
Entgegen der für 2011 und 2012 erwarteten Zunahme der Sonneneruptionen stellen sich die sichtbaren Ereignisse auf der Sonnenoberfläche gegenwärtig immer noch etwas ruhig dar.
Zwei von Heinz in den vergangenen Tagen, Ende April 2011 mit seinem H-alpha-Teleskop gemachten Aufnahmen im nm–Bereich zeigen, es beginnt zu brodeln.
Manchmal werden Protuberanzen zu Osterhasen!
„Der nächste Sonnenzyklus wird vermutlich nicht stattfinden“ – sagen amerikanische Solarforscher auf ihrer diesjährigen Jahrestagung im Juni 2011heraus.
„Die sogenannten Sonnenflecken könnten ganz verschwinden“.
Experten des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung sagen allerdings, dass der augenblickliche Zyklus eher schwach sei. Für langfristige Vorhersagen aber sei es noch zu früh.
Viele Astronomen erwarten allerdings ein Sonnenflecken-Maximum im Jahr 2011 oder 2012. Sie glauben an starke Störungen im Erdmagnetfeld, die den Betrieb von Satelliten oder elektrischen Anlagen auf der Erde beeinträchtigen könnten.
Unterschiedlicher können Meinungen nicht sein.
Dank Heinz seiner intensiven Sonnenbeobachtung wollen wir diesen Disput gelassen verfolgen und während dessen, einige aktuelle Sonnenflecken und gewaltige Magnetfelder auf der Sonnenoberfläche in aller Ruhe bewundern.